Sofortverweise:

Hauptinhalt:

Wie Integrationsakteure ihre Kräfte bündeln

Bildschirmfoto der Online-Netzwerkkonferenz 2021.

Die Vernetzungskonferenz 2021 des Projekts NetzChawi

 

An der 2021-Ausgabe der jährlichen Vernetzungskonferenz im Projekt NetzChawi nahmen 15 Organisationen teil: Von großen Trägern bis zu kleineren Migrantenselbstorganisationen, mit so diversen Feldern wie Gesundheit, psycho-soziale Betreuung oder Empowerment. Ziel war sich kennenzulernen, mögliche Kooperationen auszuloten und Fördermittelakquisition zu optimieren.

 

Wer den Bereich der sozialen Arbeit und der Zuwendungslogik kennt, weiß: Nicht immer erlaubt das Tagesgeschäft, ähnliche Organisationen kennenzulernen, sogar die des eigenen Bezirks. Genau dafür rief das Pangea-Haus das Projekt „NetzChawi“ 2019 ins Leben. Damit wird Integrationsakteuren in Charlottenburg-Wilmersdorf diese Arbeit erleichtert, finanziert wird das Projekt vom BAMF.

Bei der Online-Konferenz vom 19. 11. 21 lernten sich 15 Organisationen kennen und tauschten sich in drei moderierten „Ecken“ mit den Schwerpunkten Vernetzung, Kooperation und aktuelle Themen aus. Hier einige Einblicke: Der Verein GepGemi wies auf eine Besonderheit der von ihnen vertretenen asiatischen Minderheiten hin. Diese werden oft positiv diskriminiert, gelten als fleißig, diskret, mit Kindern, die sich gut in das Bildungssystem eingliedern. Die Kehrseite: Sie sind wenig sichtbar und setzen sich in der Regel kaum für ihre Belange ein. GepGemi, seit Anfang des Jahres Mieter im Pangea-Haus, leistet hier Abhilfe.

Die Platane19 betreut psychisch erkrankte Geflüchtete aufsuchend und zeigte wunde Punkte auf: Mitglieder ihrer Zielgruppe werden rasch verlegt, was die Kontinuität der Betreuung erheblich erschwere. Es bräuchte speziell angepasste Unterkünfte und Sprachkurse und viel mehr PsychotherapeutInnen, die der Sprache der Geflüchteten mächtig sind. Zusätzlich laufe das Projekt 2022 aus, ohne Aussicht auf Verlängerung, trotz eines manifesten Bedarfs.

Mit acht TeilnehmerInnen war die Ecke Kooperation am besten besucht, was den Wunsch zeigt, die vorhandenen Angebote besser abzustimmen, um besser die Zielgruppen zu erreichen. Besonders im Bereich der Sprachförderung und Pflege trat dieser Wunsch zu Tage. Ein Folgetreffen ist am 28. Januar 2022 geplant, InteressentInnen können sich per E-Mail unter der Adresse a.janda@pangea-haus.de anmelden.

 

Moderiert wurde die Veranstaltung vom Organisationsberater Norbert Poppe, sekundiert von Heide Determann. Das Projekt NetzChaWi wurde vertreten von Projektleiterin Alexandra Janda, Projektmitarbeiter Lars Vogelsang und Adrian Garcia-Landa, verantwortlich im Vorstand des Pangea-Haus e. V.

An dieser Stelle sei auf den ServicePoint des Pangea-Hauses hingewiesen. Er bietet Organisationen und Initiativen aus dem Bereich Integration kostenlos Beratung bei Fördermittelakquise, Strategie und Öffentlichkeitsarbeit an. Verantwortlich dafür zeichnet Dr. Dirk Tröndle, der als Geschäftsführer NGOs von rein ehrenamtlichen zu Organisationen mit zweistelligen Mitarbeiterzahlen entwickelte. Erreichbar ist er unter der E-Mail-Adresse servicepoint@netzchawi.de.

 

 

        Logo NetzChaWi.

Logo BAMF. Logo BMI.